Breitbandausbau: Mehr Tempo für Hungen – bis zu 250 MBit/s

Hungener Anzeiger vom 06.07.2016

Telekom-Netz wird mit neuester Technik ausgebaut, rund 2.800 Haushalte werden vom Ausbau profitieren

Vectoring: Mehr Tempo im Internet demnächst mit bis zu 100 MBit/s

Bahn frei für das Netz der Zukunft: Nachdem die Hungener Ortsteile Inheiden, Nonnenroth, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe und Villingen bereits durch die Telekom breitbandig versorgt wurden, sind jetzt die Kernstadt Hungen sowie die Ortsteile Bellersheim, Langd und Rodheim an der Reihe. Die Telekom wird rund 18 Kilometer Glasfaser verlegen und 15 neue Multifunktionsgehäuse aufstellen oder mit modernster Technik ausstatten. Dadurch werden rund 2.800 Haushalte in der Kernstadt Hungen und Bellersheim bis Ende 2016 sowie in Langd und Rodheim bis April 2018 mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s versorgt.

Vectoring ist ein Datenturbo für das VDSL-Netz. Im Vergleich zu einem bisherigen VDSL-Anschluss (Very High Speed Digital Subscriber Line) verdoppelt sich das maximale Tempo beim Herunterladen auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Heraufladen vervierfacht sich das Tempo sogar auf bis zu 40 MBit/s. Ein Mehrfaches von dem was andere kupferbasierte Anschlussarten wie z.B. Kabelnetzanschlüsse in der Regel bieten. Das hilft beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos im Internet. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Die Telekom plant mit der Einführung von Super-Vectoring bereits den nächsten Entwicklungsschritt. Künftig können so die möglichen Bandbreiten auf bis zu 250 MBit/s gesteigert werden.

"Wir freuen uns, dass auch Hungen jetzt beim Ausbau-Programm der Telekom dabei ist.“, sagt Rainer Wengorsch, Bürgermeister von Hungen. "Die kreisweite Kooperation mit der Telekom legt einen Grundstein für die flächendeckende Breitbandversorgung auch in Hungen.“ Rainer Wengorsch ergänzt, „eine gute Breitbandversorgung ist ein unverzichtbares Argument für die Entscheidung von Familien, wenn es darum geht, sich niederzulassen. Die Vorteile für Selbständige und Arbeitnehmer mit Home Office liegen auf der Hand. So bleibt unsere Kommune als Wohn- und Arbeitsplatz attraktiv."

„Wir wissen, wie wichtig schnelle Anschlüsse sind und deshalb bringen wir Jahr für Jahr mehr Menschen ins schnelle Internet als jedes andere Unternehmen“ sagt Fuat Dalar, Regio Manager der Telekom Deutschland. „Für die Bürgerinnen und Bürger sind Informationsveranstaltungen in Hungen kurz vor der Inbetriebnahme des Breitbandnetzes geplant“, kündigt Fuat Dalar an.

Was für Kunden wichtig ist

Die schnellen Internetanschlüsse kommen nicht von allein in die Haushalte. Die Kunden müssen aktiv werden. Jetzt vorregistrieren und megaschnell surfen!

Persönliche Ansprechpartner finden private Interessenten in den Telekom Shops in Gießen und Linden sowie im Fachhandel (z.B. Mattern +  Rustler in Wettenberg oder TelePunkt in Gießen/Lich). Oder man prüft unter www.telekom.de/schneller, welche Produkte an der eigenen Adresse möglich sind. Auch wer bereits einen DSL-Anschluss von der Telekom hat, kann die höheren Internetgeschwindigkeiten nutzen. Ein Anruf bei der kostenfreien Hotline 0800 330 1000 genügt.

Für gewerbliche Kunden steht als Ansprechpartnerin auch gerne Frau Andrea Müller von der Unternehmensgruppe Lück zur Verfügung, erreichbar unter Tel. 0641 94465-320 und per E-Mail:  andrea.mueller@lueck-gruppe.de.

Drei Schritte zum schnellen Internet

Erstens: Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Multifunktionsgehäuse (MFG), die großen grauen Kästen am Straßenrand, wird das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Glasfaser ist das schnellste Übertragungsmedium. Das hohe Tempo hat allerdings seinen Preis: Das Verlegen von Glasfaser kostet rund 70.000 Euro pro Kilometer.

Zweitens: Die Multifunktionsgehäuse werden mit moderner Technik ausgestattet und zu einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Dort werden unter anderem die Datenpakete vom Kupferkabel auf die Glasfaser übergeben. Die MFG werden über das Ausbaugebiet verteilt. Die Entfernung zwischen Kunde und MFG soll möglichst gering sein.

Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

Drittens: Die Kupferleitung, die vom MFG zum Kunden führt, wird durch Vectoring-Technik schneller. Vectoring beseitigt die elektromagnetischen Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten. Dadurch ist mehr Tempo beim Herauf- und Herunterladen möglich. Beim Herunterladen erhöht sich die Geschwindigkeit von 50 auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Heraufladen vervierfacht sich die Geschwindigkeit von 10 auf bis zu 40 MBit/s. Das hilft beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos im Internet. Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind.

Mehr Anschlüsse, mehr Tempo, mehr Komfort

Die Telekom setzt beim Netzausbau auf einen Technologiemix aus Festnetz und Mobilfunk. So bietet die Telekom beispielsweise einen Hybrid-Router an, der Bandbreite aus beiden Netzen bündelt. Das Ziel: Der Kunde soll immer und überall die bestmögliche Verbindung erhalten. Daher wird bis Ende 2016 die Zahl der VDSL-fähigen Haushalte von 12 auf 24 Millionen erhöht. Bis Ende 2018 werden 95 Prozent der Bevölkerung den neuen Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 MBit/s nutzen