Landkreis Gießen - Studie bescheinigt vorderen Platz in Sachen Digitalisierung

Pressemitteilung der Breitband Gießen GmbH vom 10.12.2018

Das Handelsblatt hat im September die Ergebnisse des Digitalisierungskompass 2018 veröffentlicht. Die Studie der prognos AG und der index Gruppe gibt Auskunft über den Stand der Digitalisierung im Jahr 2017 aller 401 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte.

In der Studie wurden die Kategorien digitaler Arbeitsmarkt, Breitbandversorgung und Informations- und Kommunikationstechnik-Branche erhoben. Die Studie bescheinigt dem Landkreis den 118. Platz im deutschlandweiten Vergleich. 

„Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden und es zeigt, dass der Landkreis Gießen eine Region mit attraktiven Rahmenbedingungen zum Wohnen und Arbeiten ist. Um die Digitalisierung voranzubringen, muss schnelles Internet vorhanden sein. Das fortschrittliche Konzept für den Breitbandausbau, das im Landkreis Gießen entwickelt wurde und umgesetzt wird, leistet dazu einen wichtigen Beitrag“, sagte Stefan Becker, Geschäftsführer der Breitband Gießen GmbH.
In der Kategorie Breitbandversorgung wurde in der Studie die Verfügbarkeit der Breitband-Internetzugänge mit einer Leistung von mindestens 50Mbit/s gemessen. „Seit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbaustufe 2 im August dieses Jahres sind im Landkreis Gießen nahezu flächendeckend 99 Prozent der Haushalte mit einem schnellen Breitbandanschluss versorgt. Unser Ziel sind 100 Prozent. Das haben wir uns durch eine geplante Nachverdichtung bislang nicht versorgter Gebiete in der Ausbaustufe 3 zur Aufgabe gemacht“, erklärte Stefan Becker. Zurzeit findet eine Bedarfserhebung in den Kommunen statt, um die „weißen Flecken“ ausfindig zu machen. Dabei liegt der Fokus neben den Wohn- und Gewerbegrundstücken besonders auf den Anschlüssen für staatliche/institutionelle Bereiche, wie z.B. Kindergärten, Schulen, Feuerwehrhäuser, Rathäuser, etc. Neu in der Ausbaustufe 3 ist zudem, dass Glasfaser direkt bis zum Gebäude verlegt wird (FTTB=Fiber to the building). Bislang wurde Glasfaser bis zum Bordstein verlegt (FTTC=Fiber to the curb) und auf der restlichen Strecke bis zum Gebäude das vorhandene Kupferkabel genutzt. „Mit der neuen Glasfaserstrategie sorgen wir für die bestmögliche digitale Infrastruktur im Landkreis. Das betrifft insbesondere die Schulen, damit sie neuste digitale Lehr- und Lernmethoden nutzen können“, erklärte Stefan Becker. Darüber hinaus steht im Landkreis für rund 19.000 Haushalte Super-Vectoring mit einer möglichen Geschwindigkeit bis zu 250 Mbit/s zur Verfügung.
Landrätin Anita Schneider äußerte sich ebenfalls positiv zum Studienergebnis: „Zunächst ist diese Studie ein erfreuliches Ergebnis für den Landkreis Gießen und die durch die Kommunal- und Kreispolitik geförderte Infrastrukturpolitik. Immerhin zählen wir in der Thematik Versorgung von Breitband mit mindestens 50 Mbit/s, Arbeitsmarkt digitaler Berufe sowie Informations- und Kommunikationstechnik-Branche zum besten Drittel in Deutschland. Gerade die Wertung Arbeitsmarkt von digitalen Berufen lenkt den Blick auf den sehr guten Bildungsstandort Landkreis Gießen mit der Technischen Hochschule Mittelhessen und der Justus-Liebig-Universität Gießen. Zu bemerken ist jedoch, dass die Bewertung der Breitbandausstattung auf dem Breitbandatlas des Bundes mit Stand von 2017 beruht. Aber gerade 2018 wurde mit der Realisierung des Clusters II – abgeschlossen im Sommer 2018 - noch viel nachgearbeitet, sodass die Betrachtung zum jetzigen Zeitpunkt noch positiver ausfallen müsste.“
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