Schnelles Internet

Hintergrund

Ausbaustufe Zwei hat begonnen

Die Ausbaustufe eins (eigenständiger Breitbandausbau der Breitband Gießen GmbH) ist abgeschlossen. Dabei wurden ca. 50 % aller Orte des Landkreises Gießen mit schnellem Internet versorgt. Die zuletzt ausgebauten Orte Dornholzhausen und Ortsteile von Staufenberg gingen im Mai 2016 ans Netz.

Am 2. Mai 2016 startete die Ausbaustufe Zwei mit der Beauftragung der Telekom Deutschland GmbH durch den Landkreis Gießen. Dadurch werden innerhalb der nächsten zwei Jahre alle restlichen Ortschaften mit schnellem Internet versorgt werden können.

Die Breitband Gießen GmbH hat dabei die Steuerungsfunktion übernommen, um als Vermittler zwischen den Kommunen und der Telekom die Arbeiten zu überwachen und die Bevölkerung mit den notwendigen Informationen über den Stand der Baumaßnahmen und die voraussichtliche Buchbarkeit zu informieren.

Den aktuellen Ausbaustand in der jeweiligen Kommune entnehmen Sie bitte auf der Homepage der Breitband Gießen www.breitband-hessen.de bei „Ausbaustatus“.

Glasfaserverlegung

Neben den klassischen Fördermodellen zum Breitbandausbau in Deutschland haben sich Geschäfts-modelle für die Anmietung von passiven Infrastrukturen (Glasfasern, Multifunktionsgehäusen) etabliert. Ein regionaler Kooperationspartner baut und betreibt das passive Glasfasernetz (FTTC = Fiber to the curb; zu deutsch: Glasfaser bis zum Bordstein nah beim Kunden) zwischen der Betriebsstelle der Deutschen Telekom und seinen eigenen Multifunktionsgehäusen. Von dort aus legen die Daten die letzten Meter über das klassische Kupfernetz zurück. Die Deutsche Telekom kann die erforderlichen Glasfaserpaare und Einbauplätze in den Multifunktionsgehäusen vom Kooperations-partner anmieten, um dann in dem Gehäuse die eigene aktive Technik einzubauen und zu betreiben.

Ziel

Ziel der Breitband Gießen GmbH ist die Planung und Umsetzung des Ausbaus sowie die Vermarktung der zu errichtenden Infrastruktur. Dies dient der Sicherstellung einer adäquaten Breitbandversorgung für Bürger und Unternehmen. In Zusammenarbeit mit den Gebietskörperschaften obliegt der Breitband Gießen die durchzuführende Bedarfsermittlung und anschließende Erstellung und Vermietung von Kommunikations-netzen sowie die Erstellung und Betreuung der Netze durch Dritte im Landkreis Gießen.

Wertschöpfungskette

Die Ebene der passiven Infrastruktur wird durch die Breitband Gießen mit dem Bau und der Wartung realisiert. Die Ebene der aktiven Infrastruktur, der Netzbetrieb, wird durch die Telekom Deutschland als wichtigstem Kooperationspartner realisiert. Auf der dritten Ebene sollen möglichst viele Diensteanbieter ihre Produkte gegenüber Endkunden anbieten. Bei den möglichen Endkunden kann es sich um Privat- und Geschäftskunden gleichermaßen handeln.

Geschäftsmodell mit der Telekom Deutschland

In dem Geschäftsmodell stellt sich die Rollenverteilung zwischen den Beteiligten folgendermaßen dar: die Breitband Gießen errichtet in den Zielkommunen eine flächendeckende Glasfaser-Infrastruktur und räumt der Telekom gegen ein noch zu bestimmendes Entgelt ein Nutzungsrecht an dieser Netzinfrastruktur ein.

Bei der Errichtung der Netzinfrastruktur werden die technischen und vertrieblichen Maßgaben der Telekom im Rahmen des technisch und wirtschaftlich Möglichen Berücksichtigung finden. Bei der Errichtung der Glasfaser-Infrastruktur wird die Breitband Gießen soweit wie möglich auf die vorhandenen Kabelkanalanlagen- bzw. auf die vorhandenen Faserkapazitäten der Telekom zurückgreifen und die eigene Netzinfrastruktur in Ergänzung zum Bestandsnetz der Telekom errichten. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Investitionskosten in die Netzinfrastruktur möglichst niedrig ausfallen.

Über die Errichtung der Netzinfrastruktur hinaus wird die Breitband Gießen während der Laufzeit der Kooperation auch die Wartung der Netzinfrastruktur sowohl für die eigene, als auch für die Bestandsinfrastruktur der Telekom Deutschland GmbH übernehmen. Die Breitband Gießen wird sich hierbei der regionalen Verbundunternehmen bedienen.

Die Telekom Deutschland GmbH wird die ihr gegen Entgelt überlassene Netzinfrastruktur dazu nutzen, eigene Dienste gegenüber Endkunden im eigenen Namen und auf eigene Rechnung in den Zielkommunen zu vermarkten.